Aktueller Bericht


Bericht 8- KW 49 Regen, Regen und Regen


Montag der 02.12. Der Wetterbericht gab westlich Kuruman schwere Niederschläge vor – untypisch, weil dort eigentlich die trockenere Luftmasse steht. Dafür sollte aber der Bereich nach Norden und Osten ein fliegbares Wetterfenster bringen. Nur der Wind sollte wieder ekelhaft stark sein.

Wetter vom 02.12.

In Anbetracht der Prognosen für die kommenden 3 Tage…

Prognose für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag (v.l.n.r.)

…standen alle pünktlich auf der Startbahn und harrten der Dinge! Vom Wetterbericht stimmte wenigstens das mit dem Wind, das Fenster rutschte deutlich weiter nach Osten als erwünscht, sodass thermisch leider nicht aus Kuruman raus zu kommen war. Für Dieter war dies leider der letzte Tag in Kuruman, nun geht es fast nahtlos weiter nach Australien.

Aufgrund dieser Vorhersagen, standen nun Ausflüge an die Westküste nach Port Nolloth und Umgebung auf dem Wochenplan. Zwar ging am Mittwoch der „Luftmassen-fight“ zugunsten der trockenen westlichen Luft aus, sie konnte sich allerdings nicht durchsetzten und wurde schon zum Abend hin wieder verdrängt. Thermisch gut war es dann auch in dem gesamten Bereich mit Einstrahlung nicht, wie die Fluganmeldungen im OLC belegen. Der Blick in die Wetterkarten am Donnerstag morgen war unverändert ernüchternd, seit nunmehr Montag fast durchgängig Regen bei 17-19 ℃! Die Aussichten bis zum 2. Advent sehen nicht viel verlockender aus, wenigstens soll’s mit den Temperaturen wieder Bergauf gehen…

PFD-Werte wie in Deutschland Anfang Dezember

Bericht 7- Restliche Woche


Der Freitag begann mit sehr viel Restfeuchte im mittleren und hohen Niveau. Die PFD Werte sahen zwar wieder übermotiviert gut aus, geworden ist dann aber nichts. Erst ca.13 Uhr war das Konglomerat an Wolken nach Südosten rausgezogen. Üppige 40 km/h Wind cross auf der Bahn verhinderten dann schlimmeres für einen möglichen späten Start. Es wurde also wieder eingepackt!

Am 30.11. kam der Wetterbericht etwas verhaltener um die Ecke. Auf der PFD Karte konnte man mit viel Fantasie die Troglinie mit Vorderkante westlich der Lange Berge, hinein interpretieren. Dennoch befanden wir uns (um 150km) auf der nicht so glänzenden Seite, sodass mit heftiger Schauer- und Gewittertätigkeit gerechnet werden musste.

Schon 13 Uhr lokaler Zeit stand dann eine gigantisch ausgebildete Linie im südosten beginnend etwa bei Petrusville bis weit hinein nach Botswana.

13 Uhr, die Troglinie prächtig entwickelt

Gegen 15 Uhr zerfiel die Linie ein wenig, allerdings hielt sie bis Sunset durch.  

Mit der Entscheidung nach dem Start direkt auf die Sonne ( nach Westen ) zu setzten konnten weitere zwei 1000 km Flüge einkassiert werden… Dieter holte sich damit den Führungsplatz in der OLC-Champion-Wertung zurück. Alles in allem ein interessanter Tag.

links Dieter, rechts Gert

01.12. erster Advent,  wieder ein Tag mit ordentlicher Prognose. Ab 10:30 Uhr zeichneten Cumuli den Bereich rings um Kuruman, nur der Wind blies wiedermal mit zornigen 35 km/h. Das Sat Bild zeigte im Tagesverlauf Ähnliches wie am Vortag. Schon nach 90 Minuten in der Luft brüllte das Vario mit knackigen 8,5m/s. Der nächste Tag mit 1000km und somit ein eleganter Wochenabschluss.


Bericht 6.1- der Donnerstag!


Nachdem der gestrige Tag uns mit 3 Starts 3 Flüge jenseits der 1000ér Marke (2 davon mit  reichlich 1100km) bescherte, stellte uns Topmeteo zum morgendlichen Briefing mit seiner PFD Karte noch mehr Rottöne als Mittwoch vor. Es sollte allerdings etwas „explosiver“ werden, dafür eine niedrigerer Basis als gestern geben… so Skysight und dem afrikanischem Modell…

Die ersten Cumuli entstanden dann auch relativ zeitig, entlang des Geländebruch´s bei Schmidtsdrif sogar ungebremst übergehend zu Schauern. Um Die Mittagszeit war dann östlich sowie nordöstlich Kuruman bereits  kaum noch Einstrahlung. Gegen 14 Uhr loc. begann der Bereich rings um Kuruman gehörig über zu kochen. Nun war durchaus örtlich sehr starke Einstrahlung, allerdings in Form von Blitzen.

Spätestens jetzt sollte klar gewesen sein welcher Wetterbericht eher treffen würde…Es blieb also extrem spannend, da sich bis Sunset die Lage nicht wirklich entspannte und 2 Piloten unterwegs waren. Alles in allem für diesen Tag eine äußerst Komplexe Aufgabe, im speziellen das wiederkehren…Die Flugwegwahl ging heute und hier sicherlich eine sehr gute Symbiose mit der Vernunft ein!

Bildfolge (v.l.n.r.) ab 11Uhr loc. -19Uhr(SS)loc.(Raster 2h)

960 und 1050km, sowie ein Magen-Darm-Ausfall-Tag. Dieter führte… Symbiose hin oder her, die OLC-Champions´Wertung von Sürafrika wenigstens kurz an… erstmal ein kleines Bäääääm aus Kuruman!

Wir wünschen einen Romantischen Abend aus Kuruman/ ZA!!!

Bericht 6 – neue Woche neues Glück


Montag 25.11. – Nach der vergangenen Woche und den damit verbundenen Prognosen, wollten wir zum morgendlichen Briefing unseren Augen nicht trauen, als wir den Forecast von Topmeteo auf den Bildschirm legen.

Das fühlte sich fast schon an als würde Weihnachten und Ostern für die folgenden 10 Jahre auf Donnerstag den 28.11. vorverlegt werden.

Der 25.11. und 26.11. sollten dann allerdings 0,00% Feuchte haben. Viel geflogen wurde ob der Vorhersage nicht, wir nennen es mal „Schonhaltung“… wie bei einem Bandscheibenvorfall. Dennoch wurde von Montag zu Dienstag die Qualität schon spürbar besser. Schnellere Schnitte, besseres Durchschnitts´steigen, demnach entsprechend auch mehr Kilometer…und das auf einem klassischen FAI- Dreieck!

Mittwoch den 27.11. gabs dann ein ordentliches Gemisch aus feinsten Cumuli und angenehmer Basis Im morgendlichen Briefing zu bestaunen.

Los ging es dann kurz nach 10 Uhr und direkt mit Steigen um die 3,8 m/s. Die Cumuli entwickelten sich prächtig, kurz vor der ersten Wende bei Douglas knallte bereits das erste 6,6´er Rohr bis 4800mMSL durch. Weiter ging die Reise dann Richtung Mafikeng. Bis erste Ausbreitungen mit den damit zusammenhängenden großräumigen abgeschirmten sowie abgesaugten Bereichen den Weiterflug in die Richtung verlangsamt hätten. Mit der Wende in Botswana bei 330km auf die Homebase um 16:15Uhr war dann die Zeit reif um wieder nach hause zu fliegen.

Satbild 10:00/ 12:00/ 15:00/ 17:00 Uhr loc.

Fazit: erster richtig vernünftiger Tag für Kuruman mit entsprechenden Ergebnissen!
https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightsOfAirfield.html?aa=KURUM1&st=olcp&rt=olc&c=ZA&sc=&sp=2020


Bericht 5 – Rest der KW 47


Der 21.11. versprach ein guter Tag zu werden, das Wettermodell gab großräumig Cumulusthermik mit Basishöhen zum Nachmittag bis 4400mNN ansteigend vor.

Schon gegen 10:30 Uhr loc. standen die ersten Quellungen rings um Kuruman. 

im Start, Cu Zeichnung im Südosten, Kuruman Stadt und Flugplatz

Nach den ersten 150 km mit sehr mäßigen Steigwerten und einer Basis >1000mAGL ging es dann mit laaaaaaangsam ansteigender Basis Richtung Süden. Der Nächste Schenkel führte mit ordentlichen (..nicht überragenden…) Bedingungen Richtung Askham. Der Heimweg war bis an die Westkante der Lange Berge ebenfalls Problemlos, ab da wurde es dann „dünn“. Dennoch 2 Flüge über 950km, hinten raus fehlte leider etwas Zeit um in den 4-stelligen Bereich zu gleiten…

am Abend, Lange Berge mit Blick nach Süden (ca.110km Westlich von Kuruman)

Am 22.11. sollte es wieder (…oder endlich mal…) gut werden! Topmeteo malte große knallrote Flecken über das Land, nur in unserem Bereich und nördlich, sollte es ab dem frühen Nachmittag lokal überkochen! 

Stimmig zur Prognose war dann der Teil mit den Schauern und Gewittern. Die roten Flecken waren reichlich übermotiviert in die Karten gekleckert worden, die Thermikqualität  entsprach leider nicht der Prognose und schon gar nicht der roten Farbe, die offensichtlich aus versehen ausgelaufen schien.

Dieter lötet die ASH 31 über 800 km im zick zack durch die Provinzen Nordkap und Nordwest, Gert landet ohne Strom nach kurzer Zeit wieder, was Igor macht, weiß nur Igor selbst…

Der 23.11. verlief weitestgehend den Vorhersagen entsprechend, den Vorhersagen von Skysight und dem Afrikaner, an dieser Stelle bin ich geneigt einmal „die Lanze brechen“ und festhalten, das genau ein nicht genannter Anbieter erneut total übermotivierte Prognosen erstellte…. An diese Vorhersage gehalten hat sich dann keiner… zum GLÜCK.

24.11. – Knochentrocken mit 35 kt Wind. Das gilt unter Nähern schon als ein unlösbarer Fitz…

Aufgrund der Vortagspause gab es dennoch den ein oder anderen, der sich das antat.

Im späteren Nachmittagsverlauf konnte sogar auf dem Radar unweit der Borderline zu Botswana Cumulus gesichtet werden… Ergebnis: außer einem vernünftigen Sonnenbrand auf der Nase… nicht der Rede wert.


Bericht 4 – fliegen und feiern


18.11.2019

Zum morgendlichen Wetterbriefing zeigte sich der Himmel über Kuruman blau, jedoch im Norden konnte man vom Boden aus die dichtere Bewölkung erkennen.

Normalerweise heizt die Sonne so etwas recht zügig weg, an diesem Tag sprachen die Wetterkarten allerdings nicht davon.

Dazu wehte in FL 100 ein nicht zu verachtender Wind aus NW.

Gegen 13 Uhr zeigt uns dann der einsehbare Bereich um Kuruman Lentis!  

Dieter und Igor treibt die lange Pause dennoch an den Himmel, so zum eingewöhnen…

Der 19.11. versprach etwas besseres Wetter, das kernige Windfeld verlagerte sich südwärts und die überentwickelnde Feuchte verschob sich im wesentlichen nach Osten.

Gegen 12 Uhr loc. war bereits ein schmaler, aber gut nutzbarer Streifen Richtung Tshabong (Botswana) und weiter in den Norden auf dem Sat-Bild erkennbar der sich im Tagesverlauf immer prächtiger entwickelte.

13 und 15 Uhr loc.
17 Uhr und kurz vor Sunset

Das Ergebnis konnte sich dann für den ersten Flugtag auch sehen lassen. Wenn auch die 1000´der Marke nicht ganz geknackt wurde, holte Dieter mit 986km zumindest in der OLC Tageswertung -Südafrika- den Tagessieg.

Am 20.11. standen schon früh morgens die ersten großen Gewitterzellen rings um Kuruman. Ab 15 Uhr prasselten dann Unmengen an Wasser und körnigem Wasser nieder. 

Also ein Ruhetag, wir gratulieren aber an dieser Stelle herzlichst mit Blitzlicht und Donnerknall der PETRA zum Geburtstag!!!


Bericht 3 – Endlich geht’s voran…


12.-16.11.2019

…die Flieger sind endlich eingetroffen. Die ersten Crews ebenso – Gert mit Petra, Igor mit Besatzung (?) sowie noch ganz spontan der liebe Dieter – und haben ihr Quartier bezogen.

Nach einigem „Umsortieren“ -der Container stand am falschen Platz- wurde unter herrlich blauem Himmel ausgepackt

und später aufgerüstet, betankt um den Flieger auf seinem Stellplatz schlussendlich in Bezügen zu verankern.

Alle Flieger haben den Transport absolut unbeschadet überstanden  und warten nun auf ihren ersten kernigen Einsatz am Südafrikanischen Himmel!


Bericht 2 – was sonst noch so los ist…


Anfang November 2019, ZA

Während unser Container-Kutter gerade erst höhe Mossel Bay / George auf die Zielgerade Richtung Port Elizabeth eindreht, dreht Mannie McLauchlan von Bloemfontein startend,  gehörig auf.

Unter schönstem Cumulushimmel am 4. November -normalerweise zeichnet sich der Zeitraum eher durch mäßige Blauthermik aus- gelang ihm ein deklarierter 1000km Flug „out and return“ mit sagenhaften 164,7 km/h. Well done!!!!

Der nächste Continental Rekord innerhalb sehr kurzer Zeit mit Startpunkt in Südafrika. Auch dieser Flug führt durch unser Nordwestliches Gebiet, an Kuruman vorbei bis kurz hinter die Borderline von Botswana.

Wir erwarten die Container pünktlich (…und nun sehnsüchtig..) am Ziel, werden jedoch den Campbeginn für nächstes Jahr nochmal intensiv überdenken…


Bericht 1 – Vorbereitung


Mitte September 2019, Roitzschjora

Die Vorbereitungen zum Verladen liefen auf Hochtouren, das Equipment für alle 3 Container wurde sorgfältig vorsortiert und in die einzelnen Container verbracht. 

In dieser Saison fahren 9 Flugzeuge in insgesamt 2 Containern nach Douglas und 5 Flieger gehen nach Kuruman.

Diverse Modifikationen wurden bereits vorgenommen, um die Sicherheit für das gesamte „Zubehör“ zu gewährleisten.

Verladen wurde am 27.09.-29.09. auf dem Flugplatz in Roitzschjora.

Dienstag den 08.10. wurden alle Container bei „Sauwetter“ sicher auf die LKW verladen.

Das Schiff „MOL Presence“ ist am 13.10. in Bremerhaven in See gestochen und wird am 05.11. in Port Elisabeth erwartet. Damit sollte einem pünktlichen Start in die Südafrikanische Segelflugsaison nichts mehr im Wege stehen.

Nun ist bereits der 23.10., die „Presence“ ist bereits an der Nord-West-Küste vorbei auf Höhe Angola/Namibia, da stellt sich schon  der erste „Hammertag“ in unserem Fluggebiet ein.

Oscar Goudriaan (Akavlieg PUK), gerade frisch gebackener Südafrikanischer-Vizemeister der 15m Klasse, fliegt im Nordwesten des Landes am 19.10. in der noch jungen „Frühlingssaison“ mit seiner JS 3 ein 1050km Dreieck, mit 159,8km/h! 

Sehr wahrscheinlich ein neuer Nationaler (…internationaler??) Rekord in der 15m Klasse.